The Bundschuhs http://www.thebundschuhs.de The adventures of Ines & Bjoern Wed, 29 Aug 2018 07:20:21 +0000 en-US hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.5.15 Estland – Best of Baltikum http://www.thebundschuhs.de/estland-best-of-baltikum/ Sat, 28 Jul 2018 05:29:33 +0000 http://www.bundschuhs.de/?p=4137 IMG_20180720_201819Die Strassen von Litauen bis zur Fähre auf die Insel Muhu sind so gut, dass wir dort früher als erwartet ankommen. Nach einer Übernachtung auf dem Parkplatz des “Muhu Muuseums” können wir uns das älteste erhaltene Dorf der Insel und auch einige der Bauernhäuser von innen ansehen.
Auf der Fähre hatte uns ein Finne auf ein Musikfestival in Orissare auf der Hauptinsel Saaremaa aufmerksam gemacht. Wir besuchen den Strand auf der Halbinsel auf dem das “Techno-Festival” stattfindet. Auch wenn wir nur bis kurz vor der offiziellen Eröffnung des Festivals bleiben können, ist es ein interessanter Einblick in die “gelassene Hektik” des Aufbauteams dieses doch recht grossen Festivals “I Land Sound”.

IMG_20180712_204856Der Kali Krater auf Saaremaa ist einer der am besten erhaltene und zugängliche Meteoritenkrater. Obwohl beeindruckend, ist er allerdings innerhalb weniger Minuten besichtigt. Um die Szenerie länger auszukosten spielen wir um den Krater herum noch ein wenig Fangen mit den Kindern.  Beim Grillen auf dem Parkplatz werden wir vom Hausmeister des benachbarten Hotels kritisch beäugt.

In Kuressaare sind wir überrascht von der Ordensburg die mit ihren vielen begehbaren Räumen, Treppen und “Geheimgängen” begeistert. Auch das Café in der höchsten Ebene einer der Wachtürme ist toll. Am Stadtstrand gleich hinter der Burg ist das Wasser im Vergleich zu anderen Stränden durch die enge und flache Bucht recht warm. Auch die einfache Rutsche, die im Knietiefen Wasser aufgestellt ist macht Spass.

P1000434P1000424Der alte Mihkli Bauernhof in Viki gibt einen weiteren informativen Einblick in das frühere Inselleben. Die Steilklippe Panga Pank hat einene besonderen Flair. Der tolle Sonnenuntergang lädt uns zu einer Übernachtung auf der Klippe ein. Wenn man dem Weg entlang der Klippen bis weit in den Wald folgt, kann man die an der Klippe an langen Tauen bis hinunter zum Wasser klettern. Auch unser jüngster (5) schafft das ohne grosse Hilfe. Der Windmühlen-Park bei Angla ist nicht besonderes. Haben wir doch schon eine funktionierende Windmühle im Mihkli Bauernhof bei Viki besichtigt.

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IMG_20180715_152447Kurz vor der Fähre, an der Kreuzung in Leisi ist im Wäldchen neben einem Kauplus Supermarkt ein Kletterpark aufgebaut, der, wie ein normaler Spielplatz, von Jedermann benutzt werden kann. Die Sektionen sind, insbesondre für Kinder, recht anspruchsvoll, allerdings in nur 1-2m Höhe angebracht, so dass ein Sturz keine verheerenden Folgen hat und wir uns die Wartezeit bis zur Fähre nach Hiiumaa vertreiben können.

P1000460Mit den Leuchttürmen auf Hiiumaa haben wir kein Glück. Der eine in Köpu sieht eher wie ein Wachturm aus und schliesst kurz nach unserer Ankunft, der andere hat an unserem Besuchstag (Montag) geschlossen. Dafür finden wir einen tollen, entlegenen (eigentlich ist auf dieser spärlich besiedelten Insel irgendwie alles “entlegen”) und rustikalen Wald-Campingplatz mit Strand. Der Strand ist zwar so stark mit Algen belastet dass Nils ihn “Algazonas” tauft, wir suchen uns dennoch eine Stelle mit sauberem Einstieg und lassen uns vom Baden nicht abhalten.

Nur durch eine Erwähnung in einem anderen Reise-Blog sind wir auf den Eifelturm-Adventurm Park aufmerksam geworden. Ohne diesen Hinweis hätten wir den recht unscheinbaren und nur in Estnisch beschrifteten “Wegweiser” (ein kleiner Holz-Eiffelturm an einer Kreuzung bei Pihla) nicht wahrgenommen.

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P1000388Die Fährfahrt zurück aufs Festland nach Haapsalu ist unsere fünfte und damit letzte dieser Reise. Für die Kinder (und den Papa) sind die An- und Ablegemanöver sowie das Öffnen der Bugklappe immer wieder spannend. Haapsalu gefällt uns überraschend gut. Die Architektur der alten Villen ist interessant und es reihen sich alte verfallene Häuser neben nett hergerichteten Prunkvillen.
P1000651Nördlich von Tallinn kommen wir auf dem Harbor Camping, einem einfachen Stellplatz, unter. Der gegenüberliegende Stadtstrand ist toll. Kilometerlanger Sand und gut hundert Meter flaches Wasser, in dem Kinder spielen können. In Tallin selbst fällt der hohe Anteil der russisch sprechenden Bevölkerung auf. Häufig verstehen sich die Bewohner nicht, da sie ausschliesslich Estnisch oder Russisch sprechen.
Ein Highlight ist für uns das Seaplane Harbor Museum, in dessen riesiger Kuppelhallen ein altes russisches U-Boot sowie etliche interaktive Maritime Ausstellungsstücke zu “bespielen” sind.

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Auf dem Rückweg Richtung Süden stoppen wir für eine Übernachtung im Strandbadeort Pärnu, an dem wir auf der Hinreise vorbeigefahren sind. Auch hier ist der Strand toll und das Wasser flach.

P1000407Fazit Baltikum:
P1000440Alle drei Länder sind fortschrittlicher als gedacht. Schnelles Internet ist fast überall erhältlich und auch meist kostenlos. Ladestellen für Elektroautos sind erheblich häufiger  als in Deutschland (z.B. an fast jeder Tankstelle oder größerem Park- bzw. Rastplatz).
P1000406Die Fahrweise ist im Baltikum zwar meist rücksichtsvoll, wenn es ans überholen geht gibt es jedoch anscheinend kein Pardon. Es wird rücksichtslos in den Gegenverkehr hinein überholt, so dass dieser ausweichen oder bremsen muss. Die frisch zu größerem Wohlstand gekommenen zeigen dies gerne durch dicke prollige Fahrzeuge. Porsche und andere Luxuswagen sind insbesondere um größere Städte herum häufig auf den Strassen vertreten.
IMG_20180708_132015Einkaufen war manches Mal herausfordernd. So gab es in Estland in fast keinem Supermarkt H-Milch und auch in Lettland musste man sie suchen. Auch normaler Naturjoghurt ist schwierig. Entweder gibt es nur süssen Fruchtjoghurt oder dicken, Quarkähnlichen “Greek”-Joghurt zu kaufen.
Es gibt erstaunlich viele dunkle, schmackhafte Brotsorten. Unsere Kinder konnten wir allerdings nur für Chiabatta oder Baguette begeistern.

P1000439Zusammenfassend war es eine gute Reise. Vier Wochen waren ausreichend Zeit, um die Haupt-Attraktionen der drei baltischen Länder zu erkunden. Allerdings sind wir dabei nur selten mehr als eine Nacht an einem Ort geblieben. Dies entspricht unserer üblichen Reisegeschwindigkeit. Drei Wochen wären zwar möglich, allerdings auch uns, vor allem mit Kindern, zu kurz und hektisch geworden.

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Lettland – künstlerisch und reich http://www.thebundschuhs.de/lettland-kunstlerisch-und-reich/ Sun, 22 Jul 2018 05:31:00 +0000 http://www.bundschuhs.de/?p=4125 IMG_20180706_180900Von der Litauischen Küste kommend sind die Strassen über weite Kilometer Baustelle und müssen über Schottertrassen umfahren werden. Die erste Nacht in Lettland verbringen wir auf einem einsamen Waldparkplatz am Strand von Bernati/Nica. Der Strand ist Abends von mystischem Nebel umgeben und dient uns auch am nächsten Morgen noch als unendlich grosser Fussballplatz mit feinstem Pulversand.
P1000381Störche scheinen in Lettland noch zahlreicher als in Litauen. Auf fast jedem abgesägten Baum oder alten Telegrafenmast ist ein Nest der Tiere, die neben der Strasse in nassen Wiesen nach Futter stochern. Abends hören wir manchmal ihr Geklapper. Die Hafen-Stadt Leipaja umfahren wir und erkunden das Städtchen Ventspils, in dem es leider weniger zu sehen gibt als erwartet. Nur die “Kinder-Stadt” (ein riesiger Spielplatz) erfreut unsere Kids.IMG_20180708_064021
Das Städtchen Kuldiga ist optisch noch, wie man das Baltikum erwarten würde. Historische Häuser, grobes Pflaster und verwinkelte Gassen. Doch auch hier sieht man an den herausgeputzten Bars, Parks und Restaurants, dass es dem Land mittlerweile sehr gut geht.
Auf dem Weg nach Riga stoppen wir im kleinen Dorf Pedvale. Hier hat ein Künstler auf 2 Quadratkilometern Fläche etliche Kunstwerke, überwiegend aus Fels und Stahl aufgestellt.
Kurz vor Riga übernachten wir nahe der Strandpromenade von Jurmala. Jurmala ist der stadtnahe Badeort für wohlhabende Letten und Russen. Es ist erstaunlich, wie viele abendliche Strandbesucher in Abendgarderobe und Ball-Kleidern unterwegs sind. Zur Erklärung entdecken wir, dass an der Strandpromenade ein klassisches Konzert gegeben wird.

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Im Park nahe des Strands nutzen unsere Kinder den Kletterpark “Tarzans” in dem auch 6 jährige schon in schwindeleregender Höhe klettern dürfen.  Am Nachmittag kühlen wir uns im Aquapark ab, obwohl hier mit über 20 Rutschen an Ruhe und Entspannung nicht zu denken ist.P1000346
Für den Altstadtbesuch buchen wir uns im Riga City Camping ein. Es ist ein zweckmässiger Stellplatz von dem die Innenstadt per Bus in wenigen Minuten erreicht werden kann. Ein Tag in der Stadt genügt uns.

Die Düne “Balta kapa” ist kaum als solche zu erkennen, dennoch ist der Strand bei Saulkrasti eine Wucht, so dass wir am Fusse der Düne übernachten, den Sonnenuntergang am Strand geniessen und auch morgens noch einmal in den Wellen planschen.

In Sigulda, dem Einstiegstor in den Gauja Nationalpark, werden wir mit den angebotenen “Attraktionen” des Parks nicht so recht warm. Wir beschliessen, die Fahrt Richtung Estland fort zu setzen und sind Abends erstaunt, dass wir es, inklusive Fährüberfahrt bis auf die Insel Muhu geschafft haben.

P1000674Auf der späteren Rückfahrt von Lettland gen Südwesten besuchen wir den “Märchenpark” bei Tervete. Wir sind überrascht von den Ausmassen und der drolligen Gestaltung des Parks und können uns, da wir erst Nachmittags angekommen sind, gar nicht den gesamten Park ansehen. Der Park ist, trotz der schlechten Anfahrtswege auf alle Fälle ein lohnender Zwischenstop, insbesondre mit Kindern. In Tervete selbst gibt es noch ein “Wooden Castle” zu bestaunen – eine komplett im Blockhausstil gebaute Burg in der fast alle Räume begehbar sind.

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Wie in den anderen Ländern des Baltikum auch, überraschte uns in Lettland erneut die gute Infrastruktur. Skuril ist die immense Anzahl an “Dixi”-Toiletten, die auf fast jedem Rastplatz, Waldparkplatz und am Strand aufgetellt sind.

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Litauen – ganz modern http://www.thebundschuhs.de/litauen-ganz-modern/ Thu, 19 Jul 2018 05:30:36 +0000 http://www.bundschuhs.de/?p=4112  

IMG_20180704_115912Litauen begrüßt uns mit extrem guten Strassen. Für unser erstes Mittagessen “verlaufen” wir uns in ein feines vegetarisches Restaurant in Marijampolé. Trotz der exklusiven Speisen-Auswahl ist das Essen günstig. Die Kleinstadt macht einen modernen Eindruck. Innenstadt und Parks sind schön gestaltet.

Nach insgesamt knapp 2000km erreichen wir Klaipeda und die Kuhrische Nehrung. Der kurzen Fährüberfahrt folgen 47km hubbelige Insel-Strasse bis zum einzigen Campingplatz auf der langgezogenen Insel. Der Campingplatz ist, neben einer holländischen Reisegruppe, überraschenderweise fast ausschliesslich von Deutschen belegt. Dass der Strand zum Teil streng getrennt ist in einen Hundestrand, Frauenstrand, FKK-Bereich und den “Normalen” Strand, verstehen wir anhand der Symbolhaften Schilder zunächst nicht, werden jedoch von einem weiblichen “Life-Guard”, die mit ihrem Quad uns hinterherflitzt, freundlich vom Frauenstrand
zum normalen Strand
IMG_20180704_120759verwiesen.

IMG_20180706_083123Mit den Kids geht es am Folgetag per Rad zunächst auf die Düne und dann 20km entlang der Uferpromenade. Nach einem Sturz müssen wir Lars für einige Minuten trösten. Ein älterer Mann, der seine Ruhe auf seiner Terrasse geniessen wollte, wird auf den Schreihals aufmerksam. Er verabreicht Lars in seinem Bad ein Wun
dermittelchen (Desinfektionsspray) und Schokokekse um die “Heilung” zu beschleunigen. Es stellt sich heraus, dass er ein Deutscher ist, der seit nun 20 Jahren seine Rente in Litauen verlebt. Er zeigt uns Bilder im Familienalbum und erzählt von den harten Wintern und dem Stint-Angeln (Eisangeln) in Litauen.
Nach zwei Inseltagen zieht es uns weiter Richtung Norden. Es ist Bjoerns Geburtstag, so dass er einen Teil des Tages mit einer von den Kindern selbst gebastelten Krone auf dem Kopf verbringen muss. In der erstaunlich luxuriösen Shopping Mall in Klaipeda gibt es etwas Lego (für die Kinder!) und Sushi/Asian Fusion (für den Papa) zum Geburtstag.
Der Berg der Kreuze ist schnell abgehakt, auch wennP1000681
unser ältester (7) schwer beeindruckt ist. Erheblich länger halten wir uns im “Cold War Museum” des Zemaitijos Naturparks auf. Hier kann eine alte Raketenabschussbasis der Russen besichtigt werden. Knapp zwei Stunden halten wir uns in den unterirdischen Räumlichkeiten rund um die 4 Raketensilos auf in denen bis 1978 Atomraketen in Bereitschaft gehalten wurden. Eine Deutsche oder Englisch Führung gibt es zwar nicht, wir können uns jedoch mit einem Audio-Guide und den vielen Englischen Hinweistafeln durcharbeiten.
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Transit durch Polen http://www.thebundschuhs.de/transit-durch-polen/ Tue, 10 Jul 2018 05:31:21 +0000 http://www.bundschuhs.de/?p=4103 P1000256Mit Zwischenstopp in Eisenach und Jena (Galaxsea) geht es zunächst zu Barbara und Jürgen nach Berlin. Die Nacht von Samstag auf Sonntag verbringen wir in einem ruhigen Berliner Wohngebiet. Zusammen mit den Beiden und Tochter Finja verbringen wir den größten Teil des Tages im Volkspark Friedrichshain.


Noch am Abend überqueren wir die Grenze nach Polen und sind überrascht von dem extrem guten Zustand der Maut-pflichtigen Autobahnen. In Swiebodzin, bei der angeblich grössten Christus-Statue der Welt (6m höher als in Rio!), verbringen wir unsere erste polnische Nacht und auch den nächsten Vormittag.  Nach den guten Autobahnen über Posen und Warschau ist die zukünftige Autobahn von Warschau bis zur litauischen Grenze noch zum größten Teil eine Baustelle auf der recht hektisch gebaut wird. Die erstaunliche Zahl an Baufahrzeugen und Bauarbeitern macht einen unkoordinierten Eindruck. Auch die Absicherung der Baustellen ist gewöhnungsbedürftig. Die LKWs vor uns und auch wir müssen mehrfach den aus den Baustellen herausragenden Baggern und Bobcats bis in den Gegenverkehr ausweichen.
Der Verkehr besteht fast ausschliesslich aus Sattelschleppern.
Bei unseren wenigen Stopps erfreuen sich unsere Kinder an den lustigen polnischen Begriffen (z.B. Toaleti und Wagi) und den zahlreichen Störchen auf den Feldern.
IMG_20180725_180708Auf dem Rückweg aus dem Baltikum zurück Richtung Deutschland machen wir einen Stopp im erstaunlich touristishen Augustow. In dem kleinen Städtchen reiht sich eine Bar an die die andere und auch auf dem Wasser des Kanals ist einiges los. Wir geniessen die Fahrtunterbrechung mit einer spassigen Tour per Tretboot und übernachten auf dem Parkplatz des Marktes.

Fazit unserer beiden Transits durch Polen:
Die Strassen sind erheblich besser als in vielen Reiseberichten beschrieben. Allein die Strecke von Warschau Richtung Litauen ist noch eine lange Baustelle, wird in wenigen Jahren allerdings sicher auch zu einer guten Autobahn ausgebaut sein.

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Tour de Dordogne http://www.thebundschuhs.de/tour-de-dordogne/ Thu, 08 Jun 2017 21:17:45 +0000 http://www.bundschuhs.de/?p=4016 P1060137Nachdem Bjoern während einiger Geschäftsreisen im Auftrag seines neuen Groß-Umstädter Arbeitgebers das Tal der Dordogne oberflächlich kennen gelernt hat, wollen wir nun diese Gegend Frankreichs näher erkunden.
P1060239Mit dem Wohnmobil geht es rund um die zahlreichen Feiertage im Mai in zwei Etappen in das Herzen Frankreichs zunächst nach Clermont Ferrand. Das hoch angepriesene, allerdings Vergnügungspark-ähnliche “Vulcania” lassen wir zugunsten eines Besuchs des “Volcan de Lemptegy” aus. Obwohl wir von der rein französichen Führung wenig verstehen, gibt uns der deutsche Audioguide einen guten Einblick in den ehemalig als Steinbruch genutzten Vulkanschlund.
P1060160 Die Bahnfahrt auf den Gipfel des höchsten Vulkans der Gegend, den Puy de Dome, ist bereits eindrucksvoll, der Rundgang toll und die Starts der zahlreichen Paraglider rund um den Gipfel regelrecht atemberaubend.

P1060217Die insgesamt knapp 6km lange Wanderung auf bzw. in den Vulkan Puy de Paridou stehen die Kids recht gut durch. Um anschliessend im grünen Vulkankegel zu sitzen lohnt sich der Aufstieg.

P1060171Obwohl wir eigentlich wegen einer Tropfsteinhöhle in das entlegene St. Nectaire gekurvt sind, fasziniert uns das, gerade an diesem Wochenende dort stattfindende, “Drift-Trike-Festival” noch viel mehr. Auf der, immer nur für wenige Minuten für den öffentlichen Verkehr gesperrten, ca. 3km langen, serpentinenartigen Abfahrt durchs Dorf driften die kühnen Piloten in ihren modernen Seifenkisten alle halbe Stunde mehr quer rutschend als fahrend an uns vorbei. P1060187

Auf unserem weiteren Weg Richtung Westen steuern wir bei bestem Sommerwetter recht zufällig einen versteckt gelegenen Campingplatz mit traumhaftem Pool an (Moulin de Serre bei Singles). Die Kinder haben im Whirlpool und unter den süssen Sonnenschirmen ihren Spass. Nur Einkaufen kann man im Umkreis von 10km um den Campingplatz anscheinend nichts. Auf einer Einkaufstour per Rad erntet Bjoern in den umliegenden Dörfern bei der Frage nach dem nächsten Supermarkt nur mitleidige Blicke, bis ihm ein Engländer ein Brot schenkt, da der nächste Bäcker bei der Hitze mit dem Rad nicht mit vertretbarer Anstrengung zu erreichen sei. P1060206Über Ussel erreichen wir die Gouffre de Padirac, eine der größten, begehbaren, Höhlen Europas. Der Gang und die Bootsfahrt durch die 35 bis 95 Meter hohen (!) Höhlenräume sind beeindruckend. Entlang der Dordogne geht es weiter nach Westen. Auf einem, auf einer ehemaligen Bahnlinie angelegten, Radweg lässt es sich mit den Kindern gut an der Dordogne entlang radeln.P1060216
Zum Abstieg in die Höhle Goufre de Proumeysac lassen sich die Kinder nicht motivieren. Der Spielplatz über der Höhle dient als Ersatz.
P1060244Über das drollige Dorf St. Etienne geht es an Bordeaux vorbei bis zum Atlantik und hinauf auf die Dune du Pilat. Nachdem wir nun die Dordogne fast von Ihrer Quelle bis zur Mündung in den Atlantik bereist haben machen wir uns in drei Etappen auf den Rückweg.

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Massivholzhaus http://www.thebundschuhs.de/massivholzhaus/ Thu, 20 Oct 2016 22:16:49 +0000 http://www.bundschuhs.de/?p=4042 Bau_aussenNach intensiver Planung und dem detailliertem Vergleich mehrerer Anbieter für Stein-Massivbau (Poroton/Ziegel und Porenbeton/Ytong), Holzständerbau und Massivholzbauweise entscheiden wir uns für die Fa. Herrmann Massivholzbau aus Geisa

IMG_2929Die Planung wurde unterstützt von der mit Fa. Herrmann kooperierenden Architekturbüro Fuchs aus Darmstadt. Die Detail-Planung führt Bjoern allerdings stets parallel zu allen Angeboten in AutoCAD und Google-Sketchup mit (Siehe Video hier: LINK).
Die, auf zwei vollgepackte Tage konzentrierte, Bemusterung führen wir einen Tag nach unserer Rückkehr aus Australien durch. Trotz Jetlag stehen wir die vielen Termine mit Detailentscheidungen zu Treppe, Bad, Fussböden, Türen, Dach, Farben, Fester etc. erfolgreich durch. Über die nächsten Monate planen wir, parallel zu unserem abenteuerlichen Abbau des alten Hauses  mit den beteiligten Handwerkern und unserem Bauleiter Hr. Bernhardt, alle weiteren Details.

Planung: Fenster_finish & Ausführung: Fenster fertig
Pünktlich in der ersten Maiwoche werden die Aussenwände aus massivem Holz aufgestellt. Obwohl die Wände und das Dach nach gerade einmal 4 Tagen stehen (LINK Video), folgt der weitere Ausbau des Hauses in konventioneller Bauweise über die nächsten 5 Monate.

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IMG_0498Massivholzmauer im SchnittDer Initial aufgestellt Terminplan wird fast Tag-genau von allen Gewerken eingehalten.  Fehler werden von unserem Bauleiter sofort erkannt und umgehend Abhilfe geschaffen. So haben wir Handwerker und Baustellen bisher nicht erlebt und können Herrmann Massivholzhaus daher uneingeschränkt weiter empfehlen. Auch das Kostenbudget, das trotz weitestgehend ökologischer Bauweise (keine Spanplatten, OSB, Kleber, Folien etc.)  nur 5% über dem konventionellen Bau liegt, wurde eingehalten.
IMG_0074Parallel zum Ausbau Pflastern wir Terrasse und Eingangswege und betonieren die Parkplatzfundamente in Eigenleistung und bewegen dazu weitere 24t Schotter und 6 Kubikmeter  Beton auf dem Grundstück. Nur die Sandsteinmauern und den neuen Parkplatz vergeben wir fremd. Parallel zu den Sanitärarbeiten bringen wir Grundierung, Lehmputz und Lehmfarbe weitestgehend selbst auf. Zur Abnahme mit Fa. Herrmann ist sogar der Rasen bereits eingesät und die Küche zum größten Teil aufgebaut.

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Zur Beseitigung einiger kleinerer Restmängel werden wir allerdings noch gut 10 Monate mit Fa. Herrmann und einigen Handwerkern in Verbindung bleiben.

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Abriss in 2 Akten http://www.thebundschuhs.de/abriss-in-2-akten/ Mon, 25 Apr 2016 21:27:01 +0000 http://www.bundschuhs.de/?p=4030 Zerteilen des SchornsteinsNach Abschluss des Bauvertrags mit Herrmann Massivholzhaus kümmern wir uns intensiv um den Abriss des bisherigen Fertighauses. Die Bäume sind bereits gerodet und eine Einfahrt auf des Grundstück ist bereits hergestellt (siehe Link zu “Baustelleneröffnung”).
Akt 1:
Fertighaus vor dem AbrissDas Haus hatten wir auf ebay als “für Selbstabholer zu verschenken” eingestellt. Nach etlichen unpassenden Angeboten legen wir uns auf einen Interessenten fest, der das Haus nach unserem Australien-Trip abbauen und abtransportieren will.
Leider lässt sich unser Interessent noch einige Monate länger Zeit, bis er, gemäß unserem Vertrag, am letzt-möglichen Tag mit dem Abbau beginnt. Die vorausgesagte Dachsparren 9mAbbauzeit von 10-15 Tagen reichen bei langem nicht. Die polnischen Arbeiter arbeiten weitestgehend Werkzeug- und “Arbeits-Mittel-los”. Alle Abfälle, Steinwolle, Trockenbau-Müll und auch alle Dachziegel werden in einem alten Ford-Transit-Transporter in die Pfalz abtransportiert. Nach knapp 2 Monaten schleppenden Fortschritts wird es uns zu bunt und wir kündigen den Vertrag.
Kurz bevor der von uns für den restlichen Abriss beauftragte lokale Bauunternehmer beginnt, holen die Polen noch die 9m langen Dachbalken mit ihrem Transit und einem kleinen 4m (!) Anhänger ab. Die haarsträubende Arbeitsweise des Teams wird von der Nachbarschaft stets amüsiert beobachtet.
Akt 2:
IMG_2848Hans Goll reisst das restliche Haus, fein säuberlich in seine Rohstoffe getrennt, in wenigen Tagen ab. Leider regnet es kurz bevor wir den verbleibenden Keller abdecken können heftig auf die Baustelle, so dass Wasser in den voll ausgebauten Keller läuft. Mit der Restfeuchte haben wir noch in den Folgejahren zu kämpfen.
IMG_2892Unser Abreisser räumt die Baustelle gut eine Woche bevor unser Häuslebauer Fa. Herrmann mit dem Hausbau beginnt. Dazwischen giessen wir noch die Punktfundamente für das Terrassenvordach und ein Streifenfundament auf dem bisherigen Freisitz. Die selbst geschweissten französischen Balkongitter (die angebotenen verzinkten Modelle hatten uns nicht gefallen) liegen kurz vor Baubeginn ebenfalls zur Selbstmontage bereit.
Link zum Abbau- und Aufstell-Video

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Tracklog: Australia http://www.thebundschuhs.de/tracklog-australia/ Thu, 26 Nov 2015 00:49:36 +0000 http://www.bundschuhs.de/?p=3778 Ein Foto der Karte, mit der wir stets die bisher zurückgelegte Fahrstrecke den Kindern verdeutlichen.

5954km zurückgelegte Strecke von Cairns bis Sydney

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Um den Kindern den zeitlichen Zusammenhang der Erlebnisse zu verdeutlichen illustriert Ines diese auf einem “Kalenderblatt”.


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Wechselbad in Sydney http://www.thebundschuhs.de/wechselbad-in-sydney/ Wed, 25 Nov 2015 23:16:15 +0000 http://www.bundschuhs.de/?p=3933 Nachdem wir mit dem Wohnmobil bereits die Außenbezirke Sydneys (Manly, Bondi, Dover Heights & Watsons Bay) erkundet und die Harbour Bridge bereits mehrfach überquert hatten, ziehen wir in eine per AirBNB gebuchte Wohnung in der Stadt um. Das Umladen in die Wohnung fühlt sich, obwohl wir die Freigepäckmenge beim Hinflug nicht einmal zur Hälfte ausgenutzt hatten, inkl. der Lebensmittel und Strandspielsachen an wie ein richtiger Wohnungsumzug. Die Kinder fühlen sich in der gut ausgestatteten Wohnung sofort pudelwohl.

Gleich am ersten Abend grasen wir die Wahrzeichen ‘Harbour Bridge’ und ‘Opera House’ zu Fuß ab. Da es am Folgetag mit 41 Grad Celsius für die Stadt zu warm ist, verbringen wir den größten Teil des Tages am Strand. Mit Clovelly Beach haben wir uns einen weniger bekannten Strand ausgesucht, der mit gerade einmal 50m Breite in einer ca. 200m in das Land hineinragenden Bucht sehr geschützt liegt und eine zum Schnorcheln interessante Unterwasserwelt bietet. Der Wind, der durch die Bucht fegt, bringt keine Abkühlung sondern wirkt wie ein Heissluftfön. Am späten Nachmittag halten wir es nicht mehr aus und fahren mit dem klimatisierten Bus in die Stadt. Im Kaufhaus Myer in der City dürfen die Kinder bereits in einem “Nikolauszug” mitfahren und bekommen eine Audienz beim Weihnachtsmann.
Noch völlig überhitzt starten wir in den nächsten Tag. Mit kurzen Hosen und T-Shirt sind wir zu dünn angezogen für die heute, mit 20 Grad und Wind etwas frostigen Temperaturen. Am Circular Quay spielen ein paar Aborigines Didgeridoo und wir warten auf unsere Eintrittszeit zur Ausstellung “Sydney Icons in Lego”, die leider kleiner ist als erwartet, dafür aber die Gelegenheit zum ausgiebigen LEGO bauen für die Kinder (und uns 😉 ) bietet.

Von der Harbor Bridge aus beobachten wir, wie eines der riesigen Kreuzfahrtschiffe, die hier täglich anlegen, ablegt und aus dem Hafen heraus rangiert.

Sonntag Vormittag treffen wir uns mit Georgij, einem ehemaligen Arbeitskollegen von Ines, und seiner Frau Katia auf dem Fischmarkt. Das Gewusel der überwiegend asiatischen Kunden ist immens. Georgij stellt eine exzellente Auswahl an rohem und gebratenem Fisch (Jakobsmuscheln, Lachs, Octopus, Calamari, etc.) zusammen. Darling Harbour ist zu einem riesigen Entertainment-Komplex ausgebaut und bietet auch einiges für Kinder. Mit der fast 1000 Passagiere fassenden Fähre fahren wir durch den Hafen nach Manly und verfolgen dort einen Stand-up-Paddle-Ball-Wettbewerb, bei dem es recht brutal zur Sache geht.

Bei der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in Sydney haben wir erst nach ein paar Tagen den Dreh raus. Sind die Verbindungen per Zug und Fähren noch einfach, ist das Netz der Busverbindungen schier unüberschaubar. Nicht ohne Grund gibt es eine App, in der man alle Buslinien auswählen und “Live” die genaue aktuelle Positionen tausender Busse auf ihren Linienfahrten verfolgen kann.
Mit Georgij treffen wir uns noch einmal im Botanischen Garten und er gibt uns Tipps für Schnorchelausflüge in Sydney. Nach einem Besuch des “Must-See” Bondi Beach, der uns wenig begeistert, machen wir uns auf den Weg zur, von Golfplätzen umgebenen, Little Bay in Botany. Hier sind kaum Leute am Strand und die Bucht bietet guten Schutz vor den Wellen zum Schnorcheln. Seepferdchen sehen wir zwar nicht, dennoch gefällt es allen als Abschluss unseres Sydney Aufenthalts.
Über Singapore geht es mit dem A380 zurück nach Frankfurt.

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Regen in New South Wales http://www.thebundschuhs.de/regen-in-new-south-wales/ Tue, 17 Nov 2015 10:16:42 +0000 http://www.bundschuhs.de/?p=3906 In Lennox Head leiht uns eine australische Familie aus Brizzy (Brisbane) ihre Kajaks und ein kleines Schlauchboot aus. Nils hat die Steuerung und Koordination beim Paddeln erstaunlich schnell raus und paddelt alleine und auch mit Lars über den Ainsworth-See. In diesem Frischwasser-See gibt es mal keine gefährlichen Tiere, außergewöhnlich ist allerdings die Apfelsaftbraune-Farbe, die durch das ins Wasser tropfende Öl der am Ufer stehenden Bäume herrührt, und für die Haut gut sein soll.

Nimbin ist eine Hippie-Hochburg Australiens. Auf dem überschaubaren Farmers-Market werden uns zum Teil unbekannte Dinge angeboten. Leider werden hier, noch früher als sonst schon in Australien, die Bürgersteige zeitig hochgeklappt, so dass wir Schwierigkeiten haben, noch eine den Kindern versprochene Pizza zu bekommen. Auf der Etappe von Nimbin in den Bunjalung Natinalpark führt uns das GPS gut 15km offroad über eine abenteuerliche “Waldstraße”, die durch die andauernden Regengüsse in eine schlammige Piste mit Wasserlöchern verwandelt wurde. Bei starken Regenfällen ist anscheinend in einigen Gegenden Vorsicht angebracht, denn vielerorts sind in Senken Hochwasserindikatoren (z.T. bis zu 6m hoch!) am Straßenrand angebracht.

Der als beste Nationalpark-Camping in NSW angepriesene “Woody Head” kann uns nicht überzeugen. In den Pfützen zwischen den Felsen am Strand entdecken wir eine eigentümliche, etwa handgroße Wasserschnecke. Im Dorrigo Nationalpark muten wir den Kindern mit einer gut 7km langen Wanderung durch den Regenwald (bei Regen) etwas zuviel zu. Nur mit Murren kommen wir an. Zudem ist der Wald von Blutegeln bewohnt und wir sind ohne Pause damit beschäftigt, die zwar harmlosen, dennoch lästigen Biester von den Klamotten der Kinder und unseren Schuhen abzulesen. Obwohl wir einen Blutegel sogar hinter Lars Ohr, einen anderen unter seinem T-Shirt und auf seinen Händen entdecken, saugt sich nur ein einziger an Björns Fuß richtig fest, um Blut zu saugen. Von Bellingen bis Armidale folgen wir dem Waterfall Way und übernachten in einfachen Nationalpark-Bushcamps.

Hier finden wir Gefallen daran, Feuer zu machen, denn das Wetter ist gut, Feuerholz vorhanden und es ärgern uns keine Insekten. Nachts beobachten wir ein Opossum im Baum. In der staatlich betriebenen Trout Hatchery (Forellenzuchtanlage) können wir nicht nur die Aufzucht tausender Forellen begutachten und die Fische füttern, sondern kaufen leckeren Fisch fürs Grillen am Abend.

Der Walk zu den Cathedral Rocks ist einer der härtesten bisher. Die letzten vierhundert Meter gilt es über Felsen (ähnlich dem Felsenmeer) und durch Engstellen zu klettern. 20m unter dem eigentlichen “Gipfel” machen wir das übliche Ziel-Picknick, denn an den, in den Fels eingelassenen, Ketten wollen wir mit den Kindern nicht weiter gehen.

Der zwischen großen Sanddünen gelegene Nationalpark Hat Head ist nicht sonderlich spektakulär, der Strand allerdings recht nett. Viel besser gefällt es uns in Port Stephens. Die geplante Kanutour können wir dort wetterbedingt zwar nicht machen, Schnorcheln lohnt sich allerdings rund um die Nelson Bay und am Little Beach.

Über Inlandrouten machen wir uns am Folgetag bei Regen durch das Hunter Valley auf den Weg Richtung Blue Mountains. In Kurri-Kurri können wir bei einem Country-Bowling-Club übernachten und nehmen an der unterhaltsamen vorweihnachtlichen Kinderparty des ländlichen Clubs Teil. Entlang des Hawksberry River gelangen wir über zwei Fähren in die Blue Mountain Region. Bei Regen machen wir nur einige kurze Wanderungen und besichtigen den recht interessanten Botanischen Garten. Bei besserem Wetter können wir dann in den Folgetagen das beeindruckende Panorama genießen. Leider sind die meisten Aussichtspunkte von Touristen überflutet. Da sind uns die abgelegenen Campingplätze, die es auch hier in den Blue Mountains gibt, viel Lieber. Hier schlafen wir bei Vogelgezwitscher ein und werden von dem Geschrei der Kakadus geweckt. Auf einer der Geländepassagen setzen wir mit dem Wohnmobil hinten auf und reißen uns eine Abwasserleitung ab. Mit ein wenig Werkzeug und Silikon vom Baumarkt ist das Problem schnell wieder behoben.

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